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Inktober 2023

Nach meiner Teilnahme am Internationalen Sketchnote-Camp Anfang September in Leiden war ich extrem motiviert und inspiriert und wollte mir möglichst viel von dieser kreativen, fröhlichen und offenen „Zeichenwelt“ auch in meinem Alltag erhalten. Vor dem Sommer hatte ich mir ein Instagram-Konto erstellt, so konnte ich auch mit vielen Leuten, die ich kennengelernt hatte, weiter in Kontakt bleiben und wir konnten unsere Ideen und Arbeiten austauschen. Nach einem wunderbar kreativen Sommer, hatte mich der Alltag aber leider bald wieder eingeholt und die Zeit zum Zeichnen wurde knapper und in meinem Leben machte sich immer mehr „Grau“ breit. Um dem entgegenzuwirken, entschloss ich mich, an der Inktober-Challenge teilzunehmen, und zu schauen, ob es mir nicht doch gelingen würde, wirklich jeden Tag zu zeichnen, und mir damit fix täglich Zeit für etwas zu nehmen, was mir so wichtig war.

Ich entschied mich für digitale Zeichnungen in einem bereits im Vorfeld gestalteten Rahmen und wollte wirklich von Tag zu Tag zeichnen, ohne mich zu stressen. Bis auf drei Tage, die ich wegen einer Krankheit aussetzen musste, ist mir das auch immer gelungen. Besonders hilfreich und schön war für mich der Austausch in der Community. Dass so viele Menschen den gleichen Begriff zeichnen und so unterschiedlich umsetzen, ist einfach faszinierend. Es war ein bisschen wie bei einem Adventkalender, wo man jeden Tag ein neues Türchen öffnen kann, nur dass es jeden Tag unzählige neue Bilder waren, die man entdecken und an denen man sich freuen konnte.

Ich wollte meine Zeichnungen bewusst einfach und in Schwarz-Weiß halten – und im Prozess trainieren, mich nicht in Perfektionismus zu verlieren und auch Unperfektes leichter loslassen zu können. Im Mittelpunkt der Zeichnungen stand immer mein gezeichnetes Ich und nachdem am 6. Tag ein Hase und ein Eichhörnchen in einer Waldszene erstmals aufgetaucht waren, wurde ich ab Tag 8 immer begleitet von dem Eichhörnchen „Pauli“, dem großen Hasen „Kerbel“ (die Namen hat sich Waldi alias „schneelotti“ ausgedacht 🙂 ) und manchmal auch dem kleinen Hasen „Hiphoppel“ . Ich fand es total lustig, dass so ganz ungeplant plötzlich diese Figuren da waren, die mich während des ganzen Abenteuers und darüber hinaus begleitet haben.

Ich habe alle meine Zeichnungen auf Instagram, auf WhatsApp und auch auf VerbalToVisual geteilt und das erste Mal gefühlt, wie schön es ist, so regelmäßig etwas mit anderen zu teilen und auch Feedback darauf zu bekommen. Ich kann beim täglichen Zeichnen sehr viel lernen – Gelassenheit, Freude am Moment und Vertrauen in meine Ideen, die auch dann auftauchen, wenn ich mich von einem Begriff zu Beginn gar nicht so besonders inspiriert fühle.

Am Ende des Inktober war ich wirklich stolz, alles geschafft zu haben, ohne dass ich mich zu etwas hätte zwingen müssen. Und nachdem ich alle Zeichnungen schon in einem digitalen Format hatte, habe ich kleine Heftchen daraus drucken lassen, sodass ich die Zeichnungen auch verschenken konnte – in einer Form, die es auch ermöglicht, die Zeichnungen anzumalen, etwas dazuzuzeichnen usw. .

Meine tierischen Freunde sind zu Neujahr und Ostern auch wieder aufgetaucht – und ich habe schon ewig vor, mir ein Inktober T-Shirt zu machen, aber noch habe ich mir nicht die Zeit dafür genommen. Vielleicht schaffe ich es ja noch, bevor der Inktober 2024 beginnt. 🙂