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Inktober 2025

Der Inktober ist eine internationale Zeichenchallenge, bei der man jeden Tag ein Bild zu einem vorgegebenen Begriff zeichnet und dann mit anderen Leuten zum Beispiel auf Social Media teilt. Ich habe 2023 erstmals beim Inktober mitgemacht und die 31 Tage abgeschlossen. (mehr dazu unter https://www.paulik.at/inktober-2023/) Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag ein Animationsvideo mit Flipaclip zu gestalten, was ich nur ein paar Tage durchgehalten habe, was aber trotzdem sehr spannend war. 😊 (mehr dazu unter https://www.paulik.at/erste-versuche-mit-flipaclip/) Dieses Jahr hatte ich dann wieder einen „klassischen“ Inktober, bei dem ich den ganzen Monat ganz normal durchgezeichnet habe.

Ganz neu war dieses Jahr aber, dass ich auf „Verbal to Visual“ ein Meet-up für alle, die Lust hatten, den Inktober mitzumachen, angeboten habe. Ziel war es, einen ganz ungezwungenen Raum zu schaffen für Austausch, Ermutigung, Gemeinsames Sich-Über-Zeichnungen-Freuen. Es war unglaublich schön, sich so regelmäßig mit Gleichgesinnten zu treffen und obwohl wir nicht alle den ganzen Inktober abgeschlossen haben, hatten wir doch sehr viel Spaß miteinander und es war sehr inspirierend.

Ich hatte mir ganz am Anfang der Challenge einen kleinen Künstler ausgedacht, den ich 2025 als Hauptfigur verwenden wollte. Meine Ziele für diesen Inktober waren:
– wirklich täglich zu zeichnen und zu schauen, was mir spontan zu den Begriffen einfällt
– die Zeichnungen einfach zu halten (ohne Schatten und zu viele Details), damit sie auch wirklich schnell realisierbar wären
– Typographie als Gestaltungsmittel einzusetzen und jeden Tag den Begriff in einer dazu passenden Schrift in die Zeichnung zu integrieren

Außerdem wollte ich den Inktober genießen und mir keinen Stress damit machen. Ich bin wirklich stolz darauf, dass mir das ganz gut gelungen ist, und ich die zwei-, dreimal, wo ich wirklich zu müde war und zu viel um die Ohren hatte, einfach einen Tag ausgesetzt und dann alles wieder ganz entspannt aufgeholt habe. Für die Schriften war Tanja Wehrs Buch „Meine 40 besten Alphabete für Sketchnotes, Flipcharts & mehr“ eine wirklich tolle Inspiration und einige Schriften hab‘ ich mir auch einfach selbst ausgedacht, was erstaunlich gut funktioniert hat.

Im Zuge des Monats hat der kleine Künstler sogar einen Namen bekommen (ARisTide) und eine kleine Freundin getroffen. Es ist immer spannend, wie die Figuren im Laufe des Monats ein Eigenleben entwickeln können. Ich habe es genossen, mir für jeden Begriff etwas aus dem Bereich der Kunst einfallen zu lassen – irgendeine künstlerische Technik oder irgendeine Anspielung auf ein Kunstwerk. Manchmal habe ich dazu dann auch recherchiert – und dabei viel Neues gelernt. Zum Beispiel, dass Auguste Rodin ein ganz bekanntes Stillleben mit Zwiebeln gemalt hat und Adobes KI-Grafik-Programm Firefly heißt. Und manchmal habe ich die Techniken, die mir für die Zeichnungen eingefallen sind, auch selbst ausprobiert. 🌞

Es ist immer beeindruckend, wenn man am Ende des Inktober dann alle Zeichnungen gesammelt vor sich liegen hat. Da wird einem dann oft erst bewusst, wie viel Zeit und Arbeit darin steckt. Wie auch schon 2023 habe ich auch dieses Jahr 100 kleine Heftchen drucken lassen, in denen alle Zeichnungen gesammelt sind. Das kostet nicht viel und macht mir und anderen eine Riesenfreude. Und dann kann man die Bilder noch dazu sogar ausmalen, wenn man das will. 😊 Außerdem habe ich dieses Jahr etwas realisiert, was ich eigentlich schon 2023 machen wollte, aber nie fertig gestellt habe. Ich habe mir ein T-Shirt bedruckt – einfach nur mit Transferfolie – und konnte es dann bei den Meetups schon tragen.

Was ich am Inktober aber ganz besonders mag, ist die Vielfalt und die Gemeinschaft, die entsteht, wenn man miteinander einen Monat lang durchzeichnet. Es ist so schön zu sehen, was den anderen eingefallen ist, wie unterschiedlich die Stile sind, wie lustig, nachdenklich, tiefgründig… Zeichnungen sein können. Als kleines Dankeschön habe ich dann auch Heftchen an meine Sketchnote-Freunde und Inktober-Buddys verschenkt und es war so schön sich vorzustellen, wie die Briefe in alle möglichen Ecken der Welt reisen und es war auch toll, dass sich alle sehr darüber gefreut haben. Es ist eben schon etwas Anderes, wenn man etwas Reales in Händen hält und so wirklich mit einander in Kontakt kommt. Im Ganzen war dieser Inktober einfach großartig und ein wirklicher Booster für Kreativität und Gemeinschaft, wofür ich wirklich unglaublich dankbar bin.